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Generation Praktikum = Generation Ausbeutung?

Unter http://www.jovelstefan.de/2006/09/13/generation-praktikum-generation-ausbeutung/ haben wir einen interessanten Beitrag über die „Generation Praktikum“ gefunden, zu der wir einen kurzen Blogbeitrag geschrieben haben. Wir hoffen, er gefällt!

Praktikanten sind günstige Arbeitskräfte und werden schamlos ausgenutzt. Studenten, die neben ihren Vorlesungen oder in den Semesterferien Zeit für ein Praktikum finden müssen, haben sich schon damit abgefunden, dass sie nichts dagegen tun können. Ihre Praktika bestehen zumeist nur aus „Zähne zusammenbeißen“ und „einfach machen, nicht nachdenken“. Man ist über jede Praktikumsstelle dankbar, deswegen murrt man nicht. Zwischen 1999 und 2004 hat sich die Zahl der arbeitssuchenden Praktikanten verdoppelt. Es entsteht der Eindruck, Absolventen kommen zu nichts anderem mehr als nur von einem Praktikum zum anderen zu huschen – man tut’s ja für die Referenz.

Die Unternehmen nutzen das schamlos aus. Praktikanten sind billige (wenn nicht kostenlose) Arbeitskräfte, die nach einer kurzen Einarbeitungszeit ihre Sache eigentlich recht gut machen. Deswegen ist es – vor allem für Betriebe im Bereich Marketing, Medien und IT – ein leichtes, sich durch Praktikanten über Wasser zu halten.

Dass es so nicht weitergehen kann, liegt auf der Hand. Daher hat man auf einer österreichischen Website (http://www.generation-praktikum.at/) folgende Forderungen aufgestellt, ohne die es wohl bald nicht mehr gehen wird (zitiert nach www.jovelstefan.de):

  • Mindestlohn für PraktikantInnen
  • Zeitliche Beschränkung des Praktikums
  • Keine Besetzung verdeckter Vollzeitstellen
  • Ausbildungsbezogene Tätigkeiten im Praktikum während des Studiums
  • Keine Praktika Stellen für fertig ausgebildete AkademikerInnen
  • Keine Versprechungen und falschen Hoffnungen seitens der Unternehmen in Bezug auf eine mögliche Anstellung nach Praktikumsende
  • Anrechnung der Praktika Zeiten für die Versicherungsjahre

Damit kann man doch konform gehen, oder?

10.5.10 09:00
 


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bisher 8 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Pro (10.5.10 12:21)
stimme dem zu, unvergütet ist der aufwand für manche praktika einfach zu hoch!


Krümelmonster (10.5.10 12:22)
Ein gar nicht mal so hübscher Blog, darüber hinaus noch unheimlich informativ... *rolleyes*


pro (10.5.10 12:25)
manche firmen funktionieren nur durch praktikanten und haben keine festen angestellten. dort gibt es maximal teilzeitarbeiter unter dem chef und halt viele praktikanten


Contra (10.5.10 12:26)
Ein Praktikum sollte im idealfall ein Geben und Nehmen darstellen: der Praktikant möchte Wissen vermittelt bekommen und eingearbeitet werden, als Gegenleistung erwartet der Arbeitgeber, dass der Student oder Schüler auch mal andere anspruchslose Arbeiten verrichtet (welche ansonsten auch angestellte übernehemen müssten).


Krümelmonster (10.5.10 12:26)
@Pro (10.5.10 12:21): Dann lass' es halt bleiben, harte Arbeit hat noch niemandem geschadet. Sei froh, dass du überhaupt eine Beschäftigung hast und nicht den ganzen Tag Hartz-4-TV auf RTL und ProSieben sehen musst, weil die dir freie Zeit aus den Ohren quillt.


pro (10.5.10 12:32)
@ Krümelmonster: Geh Kekse essen!


Krümelmonster (10.5.10 12:33)
Kekse, Kekse! *mampf*


Krümelmonster (10.5.10 12:34)
Die Software funktioniert übrigens hervorragend... Wahre Komptenz-Monster!

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